Geschichten machen Geschichte
Verfasst: So 19. Sep 2010, 13:29
Liebe Leser,
Geschichten schreiben Geschichte, deshalb möchte ich diese Geschichte aus Karpathos hier loswerden. Vielleicht kennt sie ja der eine oder andere und weiss mehr dazu.
Karpathos Kenner kennen Manolis Roussakis, dem die Taverne in Pigadia mit den leckeren Ufos gehört. Seine Taverne lag gleich neben seiner Hausbank, der Alpha Bank oder Agricultural Bank of Greece. (ich weiss gerade nicht, welcher Name richtig ist). "Lag", deshalb, weil er inzwischen umziehen musste.
Jedenfalls sass ich dort, bestellte meinen Ufo und unterhielt mich mit ihm über dieses und jenes.
Während ich aß, verschwand er dann für eine Zeit lang und kam völlig aufgelöst und verwirrt zurück.
Er setzte sich an meinen Tisch und erzählte mir, dass er gerade in seiner Bank nebenan war, um Geld abzuheben. Dabei nahm er sein Sparbuch einer langfristigen Geldanlage mit, um Zinsen darauf gutschreiben zu lassen. Die Bankangestellte tippte seine Sparbuchguthaben in den Computer und teilte ihm dann mit, dass auf seinem Konto kein Geld wäre.
Seine Verwirrung war mir nun verständlich. Was tun sprach Zeus, ähm.. Manolis. Mir kam natürlich auch nicht in den Sinn, dass er hier einem Betrug auf die Spur gekommen sein könnte. Jedenfalls meinte ich, er solle doch am nächsten Tag nochmals hingehen und sein Konto checken lassen, es könne sich höchsten um einen Computerfehler handeln, das könne ja schon mal vorkommen. Seinen Stirnfalten entnahm ich, dass er meiner Vermutung nicht ganz folgte, stand auf und lief nochmals in die Bank. Danach kam er noch aufgeregter heraus, lief an mir vorbei und murmelte was von - "I have to go to the police".
Ich wurde so neugierig, dass ich am nächsten Tag einen Ufo schon Mittags einplante. Ich esse sonst mittags nie etwas. Als ich zur Taverne kam, fiel mir gleich der rege Kundenverkehr bei der Bank auf und es war deutlich lauter, also noch lauter, als es auf dieser Straße üblich war.
Die Leute hetzten in die Bank, liefen mit hochroten Köpfen wieder heraus und setzten ihr Geplärr auf der Strasse fort.
Es stellte sich dann heraus, daß kein Computerfehler, kein Irrtum, keine Bagatelle dem Vorfall zugrunde lag. Es wurde ein richtiger Kriminalfall daraus und die Polizei war bereits tätig.
Der Bankdirektor, bis dahin ein honoriger und allseits geschätzter Mann zog von den Langfristspareinlagen seiner Kunden Geld auf sein eigenes Konto. Manolis war also nicht der Einzige. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Rede von ca. € 280 000.00.
Am nächsten Tag war es dann schon eine Million und vor der Bank bildeten sich Warteschlangen.
Am übernächsten Tag kam das griechische Fernsehen aus Athen und machte eine Reportage.
Nach einer Woche stand dann fest, es waren sage und schreibe etwa 6 Millionen.
Zur gleichen Zeit entstand ein Bauvorhaben in Amoopi. Wenn man hinunterfährt, muss man rechts abbiegen, Laaki heisst der Teil, wenn ich mich nicht irre. Wie dieses 18 Millionenprojekt mit dem beschriebenen Vorfall zusammenhängt, kann ich ja in einem weiteren Beitrag erzählen, falls daran Interesse besteht.
herzlichst
Kurt
Geschichten schreiben Geschichte, deshalb möchte ich diese Geschichte aus Karpathos hier loswerden. Vielleicht kennt sie ja der eine oder andere und weiss mehr dazu.
Karpathos Kenner kennen Manolis Roussakis, dem die Taverne in Pigadia mit den leckeren Ufos gehört. Seine Taverne lag gleich neben seiner Hausbank, der Alpha Bank oder Agricultural Bank of Greece. (ich weiss gerade nicht, welcher Name richtig ist). "Lag", deshalb, weil er inzwischen umziehen musste.
Jedenfalls sass ich dort, bestellte meinen Ufo und unterhielt mich mit ihm über dieses und jenes.
Während ich aß, verschwand er dann für eine Zeit lang und kam völlig aufgelöst und verwirrt zurück.
Er setzte sich an meinen Tisch und erzählte mir, dass er gerade in seiner Bank nebenan war, um Geld abzuheben. Dabei nahm er sein Sparbuch einer langfristigen Geldanlage mit, um Zinsen darauf gutschreiben zu lassen. Die Bankangestellte tippte seine Sparbuchguthaben in den Computer und teilte ihm dann mit, dass auf seinem Konto kein Geld wäre.
Seine Verwirrung war mir nun verständlich. Was tun sprach Zeus, ähm.. Manolis. Mir kam natürlich auch nicht in den Sinn, dass er hier einem Betrug auf die Spur gekommen sein könnte. Jedenfalls meinte ich, er solle doch am nächsten Tag nochmals hingehen und sein Konto checken lassen, es könne sich höchsten um einen Computerfehler handeln, das könne ja schon mal vorkommen. Seinen Stirnfalten entnahm ich, dass er meiner Vermutung nicht ganz folgte, stand auf und lief nochmals in die Bank. Danach kam er noch aufgeregter heraus, lief an mir vorbei und murmelte was von - "I have to go to the police".
Ich wurde so neugierig, dass ich am nächsten Tag einen Ufo schon Mittags einplante. Ich esse sonst mittags nie etwas. Als ich zur Taverne kam, fiel mir gleich der rege Kundenverkehr bei der Bank auf und es war deutlich lauter, also noch lauter, als es auf dieser Straße üblich war.
Die Leute hetzten in die Bank, liefen mit hochroten Köpfen wieder heraus und setzten ihr Geplärr auf der Strasse fort.
Es stellte sich dann heraus, daß kein Computerfehler, kein Irrtum, keine Bagatelle dem Vorfall zugrunde lag. Es wurde ein richtiger Kriminalfall daraus und die Polizei war bereits tätig.
Der Bankdirektor, bis dahin ein honoriger und allseits geschätzter Mann zog von den Langfristspareinlagen seiner Kunden Geld auf sein eigenes Konto. Manolis war also nicht der Einzige. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Rede von ca. € 280 000.00.
Am nächsten Tag war es dann schon eine Million und vor der Bank bildeten sich Warteschlangen.
Am übernächsten Tag kam das griechische Fernsehen aus Athen und machte eine Reportage.
Nach einer Woche stand dann fest, es waren sage und schreibe etwa 6 Millionen.
Zur gleichen Zeit entstand ein Bauvorhaben in Amoopi. Wenn man hinunterfährt, muss man rechts abbiegen, Laaki heisst der Teil, wenn ich mich nicht irre. Wie dieses 18 Millionenprojekt mit dem beschriebenen Vorfall zusammenhängt, kann ich ja in einem weiteren Beitrag erzählen, falls daran Interesse besteht.
herzlichst
Kurt