Der Zauber einer Wanderung

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Kassandra Bruja
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Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Kassandra Bruja »

Vor einigen Jahren war ich ihn schon einmal gegangen, den Weg, der mir der schönste auf der ganzen Insel erschien.
In diesem Jahr machte ich ihn das erste Mal mit einer lieben Freundin am Nachmittag.
Fast drei Stunden lang genossen wir die Aussicht auf die sanfte hügelige Landschaft, bewunderten bizarre Felsgebilde, grüßten die kleinen Kirchlein und Strände in der Ferne und lauschten den Glöcklein der Ziegen.
Die Sonne hatte die Welt mittlerweile in ein sanftes Licht getaucht und auch die Temperaturen waren erträglich.
Natürlich musste das eine oder andere Motiv fotografisch festgehalten werden – es war einfach – zum heulen schön und es hätte so noch stundenlang weitergehen können ...

Ganz schön poetisch, gelle?

Bei einer dieser Fotopausen entdeckte ich beim Zurückschauen Staub in der Ferne.
Ein Auto? Hier? Sag mal, gibt es da oben vielleicht noch eine Straße?
Nein, eine Straße konnten wir nicht entdecken und etwa 5 Minuten später hörten wir Motorengeräusche.
Das glaub ich jetzt nicht wirklich, was ich da höre!
Hier, mitten in der Wildnis, auf diesem schmalen Weg????
Richtig, auf dieser wirklich schmalen Schotterpiste kam der Jeep mit 3 Touristen immer näher und wir mussten uns gegen die Felsen quetschen, um nicht von ihm gestreift zu werden.
Die bilderbuchidyllische Wanderung hatte hiermit ihren Reiz, ihren Zauber verloren.

Das nur zum Thema: Ihr könnt mit euren Fahrzeugen überall fahren!
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Bajas60

Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Bajas60 »

In Germany muss man über den Zebrastreifen hetzen und auf Karpathos wirste gegen Felsen gequetscht. Durch das Befahren eines jeden Eselpfades mit Jeeps und Enduras wird die Natur immer mehr zerstört. Ich konnte auf meinen Wanderungen auch diese Geländemaschinen bewundern. Es macht ja Spass, so richtig Gas zu geben, so dass die Steine oder anderer Untergrund nur so durch die Gegend fliegen.
Das geht nicht nur zu Lasten der Poesie sondern auch der Natur.
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Jochen
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Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Jochen »

Hallo Kassandra,
sehr poetisch...man konnte förmlich die Ruhe spüren.
Was macht man in so einer Situation? Ich versuche diese Störfaktoren dann immer wegzubeamen. Ist mir zwar noch nicht gelungen, aber irgendwann.....

LG
Jochen
Viele Grüße
Jochen
Af-ra
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Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Af-ra »

Es gibt noch viele schöne ruhige Wege auf Karpathos. Meine Freundin und ich haben auf den einsamen Wegen so etwas bei unseren Wanderungen noch nicht erlebt. Aber wenn es immer mehr Mietwagen gibt, muss man damit wohl rechnen.
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Lefkosmila
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Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Lefkosmila »

Da lobe ich mir die Wanderung von Lefkos nach Messohori. Auf den Eselspfaden gibt es garantiert keine Autos oder Mopeds!!!

Oftmals bin ich hin und zurück die einzige Wanderin und ich genieße die Ruhe und Einsamkeit die ca. 5 Std.
Die, die in Messohori immer Obst isst ...
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hombre
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Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von hombre »

Ich habe glücklicherweise solche Jeep-Erfahrungen auf meinen Wanderungen nicht gemacht. Hier und da ein Ziegenhirte mit altem Pickup - that´s all. Und mit dem Motorrad nutze ich nur die öffentlichen Straßen ; ggf. mal ne Piste Richtung Bucht.
Strichskiaskopie ist keine anrüchige Tätigkeit
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Kassandra Bruja
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Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Kassandra Bruja »

hombre hat geschrieben:Hier und da ein Ziegenhirte mit altem Pickup - that´s all.
Ach ja, die Ziegenhirten auf Karpathos ....
Bin da mal einem begegnet, der seine Herde mit dem Pickup auf den richtigen Pfad brachte.
War zwar weniger romantisch, dafür aber für den Hirten bequemer.
Das war übrigens der, der vor einigen Jahren noch den Bus nach Piles gefahren hat.
hombre hat geschrieben:Und mit dem Motorrad nutze ich nur die öffentlichen Straßen ; ggf. mal ne Piste Richtung Bucht.
Löblich, löblich, weiter so ...
Jassas Kassandra
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Kara0815
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Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Kara0815 »

Da bleibt nur die Möglichkeit, dort zu wandern, wo keine Autos, Enduros etc. mehr fahren können.
Es ist nunmal so, dass die Insel für alle da ist.
Ob das Gemecker auch so ausfallen würde, wenn es sich bei dem Fahrzeug nicht um einen Tourijeep, sondern um einen griechischen Bauernpickup auf dem Weg zur Herde handeln würde? Glaube eher nicht, oder? Ist dann wohl eher folkloristische Verklärung.
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Kassandra Bruja
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Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Kassandra Bruja »

Kara0815 hat geschrieben:Ob das Gemecker auch so ausfallen würde, wenn es sich bei dem Fahrzeug nicht um einen Tourijeep, sondern um einen griechischen Bauernpickup auf dem Weg zur Herde handeln würde? Glaube eher nicht, oder? Ist dann wohl eher folkloristische Verklärung.
Was das mit einer folkloristischen Verklärung zu tun haben soll, wenn ein griechischer Bauer mit dem Pickup zu seiner Herde fährt, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.
Auch ist es ein Riesenunterschied, ob Menschen sich wegen ihres Broterwerbs der Technik bedienen und mit ihren landwirtschaftlichen Fahrzeugen in die Berge fahren oder ob wir das aus reinem Freizeitvergnügen machen.

Aber wie du ja so schön schreibst – die Insel ist für alle da, die Entwicklung ist ja wirklich nicht zu übersehen.
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Kara0815
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Re: Der Zauber einer Wanderung

Beitrag von Kara0815 »

Es ist eben kein Riesenunterschied.
Motor ist Motor - die Stimmung ist hin.
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